Die Abfüllung

Wenn die Hauptgärung im Gäreimer beendet ist, folgt die Abfüllung in Flaschen.

Da wir die Flaschen immer gleich nach dem Austrinken ordentlich ausspülen und die Etiketten entfernen, spülen wir sie kurz vor der Abfüllung nur noch mit heißem Wasser durch. Dafür kommt der Flaschenreiniger Blast zum Einsatz. Für unsere knapp 20 Liter Bier pro Sud brauchen wir meist 2 Kisten an Leergut.

Die Nachgärung in der Flasche ist nötig, damit CO2 ins Bier kommt. Dafür sorgt wieder die Hefe, aber weil die während der Hauptgärung schon den ganzen Zucker in der Bierwürze aufgefressen hat, muss sie für die Nachgärung noch extra gefüttert werden. Je nachdem wie spritzig das Bier am Ende werden soll, wird die jeweils passende Zuckermenge pro Flasche berechnet, abgewogen und in die Flasche vorgelegt.

Eine praktische Hilfe ist das Abfüllröhrchen. Es wird direkt an den Hahn des Gäreimers gesteckt, der dann geöffnet wird. Erst wenn der Flaschenboden gegen das untere Ende des Röhrchens drückt, fließt das Bier in die Flasche. Ist die Flasche voll, zieht man die Flasche nach unten weg und das Ventil schließt wieder.

Damit wir auch Flaschen mit Kronenkorken verwenden können, haben wir uns einen Kronenkorkenverschließer beschafft. Der Kronenkorken wird auf die Flasche aufgelegt und mit der Zange fixiert.

Außer normalen 0,5 Liter Kronenkorkenflaschen füllen wir meist aus noch kleinere 0,33 Liter Flaschen ab. Außerdem haben wir auch noch Bügelflaschen – für die braucht man keinen Kronenkorken, und sie sorgen für das typische *plopp*. Eine Flasche pro Sud bekommt ein Flaschenmanometer verpasst. Es zeigt während der Flaschengärung wie sich im Lauf von ca. 2 Wochen der gewünschte  Druck aufbaut. Manchmal schläft die Hefe nämlich ein – das erkennt man dann am Manometer, und man kann alle Flaschen aufschütteln um die Hefe zu wecken.

Der letzte Schluck aus dem Gäreimer wird dann immer noch verkostet, um zu sehen ob sich keine Fehler eingeschlichen haben und das Jungbier auch den gewünschten Geschmack hat. Ein Blick in den Gäreimer zeigt dann eine dicke Schicht Hefe und in diesem Fall auch noch eine große Menge an Hopfenresten – das New England IPA in diesem Sud wurde kräftig kalt gehopft bzw. hopfengestopft, d.h. es wurde Hopfen während der Gärung zugesetzt, um das Hopfenaroma zu maximieren.

Jetzt bleiben nur doch die zwei Haupttätigigkeiten der Brauerin bzw. des Brauers: Die verwendeten Utensilien werden geputzt und dann wird geduldig gewartet: Erst wenn der Zieldruck nach etwa 2 Wochen erreicht ist, geht es weiter – dann kommt das Bier nämlich in die Kaltreifung im Kühlschrank.

 

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