Brautag #199: Grätzer

100 % Eichenrauch-Weizenmalz.

Für unseren Bier-Adventkalender haben wir heuer großteils bei Piwne Mosty bestellt. Auf der Suche nach geilen Bieren schauen wir als Rauchbierliebhaber natürlich auch immer ob es Rauchbiere gibt und da ist uns sofort ein Grätzer/Grodziskie ins Auge gesprungen. Geschmacklich hat es uns dann auch total begeistert: geringer Alkoholgehalt, feines Raucharoma, angenehme Bittere, sehr spritzig und trotzdem ein tolles Mundgefühl. Man merkt gar nicht, dass es so wenig Alkohol hat.

Für die Rezeptentwicklung haben wir verschiedene Quellen genommen: Jan Brücklmeier “Bier verstehen“, Horst Dornbusch “Die Biersorten der Brauwelt“, Friedies Brauhaus, Maische Malz und mehr. In den üblichen Hobbybrauerversandshops gibt es allerdings nur das Buchenrauchmalz, deshalb haben wir das Eichenrauch-Weizenmalz und den polnischen Lupelski Hopfen bei Braumarkt bestellt. Der Shop ist sehr empfehlenswert, große Auswahl an Malzen und rascher Versand.

Weil die Schüttung eigentlich nur aus Weizenmalz besteht, müssen auch noch Reisspelzen dazu, damit der ganze Brei durchlässiger und abläuterbar wird. Die Reisspelzen haben wir in warmem Wasser vorquellen lassen und mit dem geschroteten Weizenmalz kurz vor dem Einmaischen vermischt.

3100 g Eichenrauch-Weizenmalz und 150 g Reisspelzen werden bei 38 °C eingemaischt und rasten für 30 Minuten. Bei 52 °C wird für 30 Minuten, bei 63 °C für 30 Minuten und bei 72 °C nochmals für 30 Minuten gerastet, und bei 78 °C wird abgemaischt. Das längste Maischprogramm ever!

Anfangs ist das eine wirklich trübe Suppe, die aber zum Ende hin immer klarer wird.

Das Abläutern hat super geklappt und wir hatten auch viel mehr Effizienz als erwartet.

Kochzeit ist 60 Minuten. 30 g Lupelski kommen zu Kochbeginn rein und 20 g Lupelski kochen die letzten 10 Minuten mit.

Der Geruch ist die ganze Zeit einfach nur mega, rauchig aber nicht zu speckig.

Am Ende hatten wir 24 Liter mit 8 °P. Vergärt wird mit der LalBrew Kölsch bei 20 °C im Gärkühlschrank.